Berufsfachschule Pädagogische Erprobung (BFPE)

Abteilungsleiter


Herr Kilgus
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Hintergrundinformationen zur Schulart BFPE gibt es hier (pdf).


1. Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt in der Regel im Monat Februar, nachdem in den Schulen die Halbjahreszeugnisse ausgegeben worden sind. Der genaue Zeitpunkt wird in der Presse sowie auf unserer Schulwebseite bekannt gegeben. Bitte beachten Sie das Informationsblatt (pdf-Dokument) zum Anmeldeverfahren. Hier geht es zur Anmeldung.


2. Bildungsziel

Die Berufsfachschule Pädagogische Erprobung führt die bisherigen Schularten BEJ (Berufseinstiegsjahr) und BFW (Wirtschaftsschule) zusammen. Somit ist es möglich nach einem Jahr mit einem BEJ-Abschluss die Schule zu verlassen oder nach dem Besuch des zweiten Schuljahres den mittleren Bildungsabschluss (Fachschulreife) zu erwerben. Mit dem zieldifferenten Lernen soll die maximale Durchlässigkeit und ein Wechsel zwischen den Bildungszielen (BEJ und BFW) erreicht werden. Neben der Vermittlung einer beruflichen Grundbildung sowie der Vertiefung der Allgemeinbildung liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Verbesserung von überfachlichen Kompetenzen und elementaren Selbstlerntechniken.


3. Eingangsvoraussetzungen

Für die Aufnahme in die Berufsfachschule muss eine der folgenden Voraussetzungen vorliegen

  • Ein Hauptschulabschluss oder das Abschlusszeugnis des Berufseinstiegsjahres,
  • das Versetzungszeugnis in die Klasse 10 einer Realschule,
  • das Abgangszeugnis der Klasse 9 einer Realschule mit Durchschnitt 4,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie höchstens in einem dieser Fächer die Note 5,
  • das Versetzungszeugnis in die Klasse 9 eines Gymnasiums oder das Abgangszeugnis der Klasse 8 eines Gymnasiums mit Durchschnitt 4,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie höchstens in einem dieser Fächer die Note 5.

Wenn die Schulplätze nicht für alle Bewerber/innen ausreichen, führen wir ein Auswahlverfahren nach den gesetzlichen Bestimmungen durch.


4. Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert ein Jahr (Bildungsziel: BEJ-Abschluss) oder zwei Jahre (Bildungsziel: Fachschulreife). Wird das erste Jahr erfolgreich abgeschlossen, erhalten die Schüler/-innen ein Versetzungszeugnis in das zweite Ausbildungsjahr oder bei Verlassen der Schule ein BEJ-Abschlusszeugnis.


5. Gliederung der Ausbildung und Stundentafel

Der Unterricht gliedert sich in einen Pflicht-, und einen Wahlpflichtbereich (vgl. Stundentafel). Beide Bereiche sind für alle Schüler/-innen verbindlich zu besuchen. Die Angebote des Wahlpflichtbereiches richten sich nach den Möglichkeiten der Schule.


1. Pflichtbereich


 

1.1 Allgemeiner Bereich

 


Deutsch

3


Englisch

3


Mathematik

3


Lebensweltbezogene Kompetenz mit WK/GK/Geschichte

2


Physik, Chemie oder Biologie

2


Religionslehre

2


Sport

2

 

1.2 Profilbereich – Berufliche Kompetenz



Berufsfachliche Kompetenz

7

 

Berufspraktische Kompetenz

2

 

1.3 Handlungskompetenz

-

 

Wird integrativ in allen Fächern unterrichtet


 

1.4 Betriebspraktikum


 

2. Wahlpflichtbereich



z. B. Berufliche Vertiefung, Computeranwendungen

-


6. Ganztagsklassen

In der Abschlussprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres wird nachgewiesen, dass die allgemeinen und fachtheoretischen Kenntnisse sowie fachpraktische Fertigkeiten erworben wurden. Schriftliche Prüfungsarbeiten sind in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Berufsfachliche Kompetenz zu absolvieren. Eine praktische Prüfung wird im Fach Berufspraktische Kompetenz (Textverarbeitung mit Büropraxis) abgelegt. Die mündliche Prüfung kann sich auf alle maßgebenden Fächer des 2. Schuljahres außer Sport, Projektkompetenz und BPK erstrecken.

 

7. Kompetenzanalyse, Kompetenzraster und Handlungskompetenz

Eine Kompetenzanalyse wird möglichst zu Beginn des Schuljahres verpflichtend durchgeführt. Die darauf aufbauende individuelle Förderung ist generelles Prinzip der pädagogischen Ausgestaltung der BFPE. Das Arbeiten mit vorgegebenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzrastern in Lernlandschaften ist Voraussetzung für das zieldifferente Lernen innerhalb einer Lerngruppe. Selbstgesteuertes Lernen ersetzt (z.T.) den Unterricht. Die Lehrkräfte begleiten und unterstützen im Team die Lernenden und ermöglichen einen systematischen Kompetenzaufbau. Die Schüler/-innen führen ein Lerntagebuch, in dem sie den Lernprozess regelmäßig in Form einer Selbstkontrolle festhalten.


8. Lernbegleitung

Jeder Schülerin/jedem Schüler wird eine Lehrkraft zur Begleitung und Beratung zugeordnet. Es finden regelmäßige Lernberatungsgespräche statt. Ergänzend finden Zielvereinbarungsgespräche statt (i.d. Regel vier), an denen möglichst auch die Erziehungsberechtigten teilnehmen.


9. Prüfung und Abschluss

Schüler/-innen mit Bildungsziel BEJ absolvieren eine schriftliche Abschlussprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik sowie eine berufsbezogene Prüfung und ggf. eine mündliche Prüfung. Schüler/-innen mit Bildungsziel BFW schreiben die berufsbezogene BEJ-Prüfung als Klassenarbeit mit.
In der Abschlussprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres werden schriftliche Prüfungsarbeiten in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Berufsfachliche Kompetenz sowie eine praktische Prüfung im Fach Berufspraktische Kompetenz abgelegt. Die mündliche Prüfung kann sich auf alle maßgebenden Fächer des 2. Schuljahres außer Sport und BPK erstrecken.


10. Fortführende Bildungswege und Berufsmöglichkeiten

Schüler/-innen mit BEJ-Abschluss nach dem ersten Ausbildungsjahr sollen möglichst in eine Berufsausbildung vermittelt werden. Nach erfolgreichem Abschluss des zweiten Jahres können alle Berufe, für die die mittlere Reife erforderlich ist, ergriffen werden. Außerdem ist mit diesem Abschluss der Besuch weiterführender Schulen (z.B. Berufskolleg) möglich. Bei einem Notendurchschnitt von mindestens "befriedigend" (3,0) in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch (wobei in jedem dieser Fächer mindestens die Note "ausreichend" (4,0) erzielt worden sein muss) ist auch der Übergang in ein Berufliches Gymnasium möglich.